Illinger Klimagipfel
15.03.2010 von webmasterAutor: Nicolas Bost, Klassenstufe 12

Sich gemeinsam um die Erde kümmern: Peter Müller, Cornelia Hoffmann-Bethscheider, Armin König und Luc Gnacadja (v.l.)
Die Schüler hatten sich im Rahmen ihres Seminarfachs mit dem Thema der Nachhaltigkeit beschäftigt und waren dem Aufruf der UNCCD zur Teilnahme am Welttag der Desertifikationsbekämpfung gefolgt. Die mittels verschiedener Präsentationstechniken erstellten Materialien zu den Problemfeldern der Desertifikation, Bodendegradation und Ressource Wasser wurden dem Sekretariat der UNCCD übermittelt. Um diese Arbeiten zu würdigen, kündigte Luc Gnacadja, Executive Secretary der UNCCD, einen persönlichen Besuch unserer Schule an.
Unter langen Vorarbeiten koordinierte Anne Breit in Zusammenarbeit mit ihren beiden Seminarfächern der Klassenstufen 11 und 12 die Planung des „Forums für Klima und Nachhaltigkeit“. Konferenzsprache war wie in Kopenhagen die englische Sprache. Alle Vorträge wurden zum besseren Verständnis der Gäste von Schülern gedolmetscht – vom Englischen ins Deutsche, vom Deutschen ins Englische und sogar vom Französischen ins Deutsche. Dies stellte zusätzlich eine besondere sprachliche Herausforderung für die Schüler dar, die sie allerdings mit Bravour meisterten.
Denise Hoffmann freute sich, den Schulleiter des Illtalgymnasiums Klaus Lessel dolmetschen zu dürfen, der seinen Stolz auf die verschiedenen Aktivitäten der Schüler zum Ausdruck brachte und sich bei allen Anwesenden, die zum Gelingen dieser Veranstaltung beigetragen haben, bedankte.

Björn Enderlein, Johannes Wagner, Joshua Zewe, David Groß, Sandra Zenner, Nicolas Saar, Maximilian Stengel, Stefan Kokoromitis, Sven Maurer, Lisa Katharina Hauf, Anna Nicolai (v. l. n. r.)
Luc Gnacadja zeigte – gedolmetscht von Maximilian Stengel – in einem Filmausschnitt die Geschichte des Yacouba Sawadogo, eines mittellosen Farmers aus der Sahelzone. Sawadogo flüchtete nicht wie viele Familienverbände aus der Randzone der Sahara, einer der ärmsten Gegenden der Welt, sondern entwickelte neue Techniken, um die fortschreitende Verwüstung in seiner Region aufzuhalten. Dank seiner Techniken und seiner unerbittlichen Überzeugung trotz vieler Widerstände gegen ihn konnte er tausende Hektar vollkommen verödetes Land wieder produktiv nutzbar machen. Sawadogo soll uns zeigen, dass es wichtig ist, dass ein Einzelner aktiv wird, damit ihm viele folgen können. Luc Gnacadja stellte das Schülerprojekt als „entscheidend“ und „verändernd“ dar. Es sei wichtig, dass sich die junge Generation mit den Veränderungen des Ökosystems der Erde beschäftigen und noch wichtiger, dass sie als gutes Beispiel vorangingen.
Sein Besuch ehrt das ganze Saarland, stellte Cornelia Hoffmann-Bethscheider, die in Vertretung des Landrats anwesend war, heraus. Das Thema sei bedeutend für die Zukunft der Schüler, dolmetschte ihr Sandra Zenner, und eben deshalb sei es umso begrüßenswerter, dass sie durch ihre Auseinandersetzung damit zeigen, dass sie nicht zu der „Null-Bock-Generation“ zählen.
Vom Englischen ins Deutsche übersetzte David Groß den Beitrag von Meike Gerboth von der Europäischen Akademie in Otzenhausen. Das Streben der Menschen sei gefährlich: „Der immer schneller werdende Puls unseres Lebens verlangt nach ständiger Befeuerung, geben wir diesem Impuls nach, so droht der Infarkt.“ Bestreben der Europäischen Akademie in Otzenhausen sei, möglichst viele Menschen – jung und alt – zur Partizipation am nachhaltigen Prozess zu bewegen.
Fabienne Altmeier assistierte Catherine Haab vom Landesinstitut für Pädagogik und Medien (LPM), die darauf hinwies, dass es im Saarland ein breites Angebot von Weiterbildungsmöglichkeiten für Lehrkräfte gibt, um das Thema Nachhaltigkeit in Schulen zu verankern.
Die Schüler des Seminarfachs der Klassenstufe 11 haben ein Journal namens „Patient Erde“ erstellt, in dem sie mit verschiedenen Beiträgen die kritischen Aspekte des menschlichen Handelns fokussieren. Sie zeigten auch ihren selbst gedrehten Film namens „Patient Erde“ (Schnitt, Ton, Kamera: Anna Nicolai): „Mutter Erde“ geht zum Arzt und klagt über ihre Leiden. „Sie leiden an den Folgen von Homo Sapiens“, lautet die Diagnose. „Dagegen können weder ich noch sie etwas unternehmen, Homo Sapiens muss sich selbst regulieren, sonst haben sie keine Chance“, stellte der Filmarzt Dr. Zewe (gespielt von Joshua Zewe, Schüler des Seminarfachs 11) fest.
Schülerbeiträge auf Englisch und Französisch von Lisa Hauf („A Changing World“), Joshua Zewe („Après la crise économique la crise de l’eau“), Carmen Biehler (Soil Salinization) und und Stefan Kokoromitis (Severe shortage of water threatens Africa) bestätigten allen Anwesenden ohne jeden Zweifel, dass ein Ziel des Seminarfachs, die Kompetenz sachadäquat zu präsentieren, erreicht wurde.
Zum Abschluss der Konferenz stimmte Patric Busch, Musiklehrer am IGI, „We Are The World“ an, im Original von Michael Jackson und Lionel Richie, um die Hauptaussage des Tages auch noch musikalisch zu unterstreichen.
Das Hauptziel des Seminarfachs, die Fähigkeit zum wissenschaftlichen Arbeiten zu verbessern, wurde optimal und zugleich effizient angesteuert. Die Arbeit, die in diesem Fach geleistet wurde, wurde in ein Thema investiert, das die gesamte heutige Welt betrifft.
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