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EU – Projekttag 2010 am Illtal – Gymnasium Illingen

18.05.2010 von P.Busch

Auf Anregung von Bundeskanzlerin Angela Merkel und der Regierungschefs der Länder findet auch im Jahr 2010 an deutschen Schulen ein EU-Schulprojekttag statt. Mitglieder der Bundesregierung, Abgeordnete der verschiedenen Parlamente und Europaabgeordnete besuchen an diesem Tag Schulen in ganz Deutschland, um mit Schülern über Europa zu diskutieren. Ziel ist es, durch Diskussionen mit Politikern und Vertretern europäischer Institutionen das Interesse der Schüler am europäischen Projekt zu wecken.
Mit dem Wort „Europa“ assoziieren viele Menschen nicht mehr als den Teil des Planeten, auf dem sie leben. Ein großer Teil der „Europäer“ kam auch noch nicht über die Grenzen Europas hinaus. Dass sich dahinter weit mehr verbirgt als lediglich ein großes Stück Land und wie dieser Kontinent im Rahmen der nachhaltigen Entwicklung im Vergleich zu anderen Kontinenten steht, war Hauptthema des diesjährigen EU-Projekttags am IGI.
Schulleiter Klaus Lessel begrüßte den Besuch von Cornelia Hoffmann – Bethscheider am Illtal-Gymnasium, an dem sie selbst Abitur gemacht hat, und würdigte das Engagement der Schüler für die nachhaltige Entwicklung Europas.
Cornelia Hoffmann-Bethscheider, die das Seminarfach „Mut zur Nachhaltigkeit“ des IGI besuchte, zeigte sich sehr überrascht von dem Engagement der Schüler, die gemeinsam mit ihrer Lehrerin Anne Breit eine Installation aufgebaut hatten, um die Situation des Klimawandels in Europa im globalen Kontext zu veranschaulichen. Um CO2-Ausstoß, demographische Entwicklung, Energie- und Wasserverbrauch zu veranschaulichen, hatten sie auf den verschiedenen Kontinenten einer stilisierten Weltkarte mit Hilfe von Alltagsgegenständen die unterschiedliche Belastung dargestellt: So wurden beispielsweise PET-Flaschen verwendet, um den Wasserverbrauch darzustellen, Luftballons symbolisierten den CO2-Ausstoß, Stuhlstapel zeigten die demographische Entwicklung. Die angehäufte Grillkohle war nicht für ein abschließendes europäisches Grillfest gedacht, sondern veranschaulichte den Energieverbrauch der einzelnen Kontinente.
Die Schüler hatten sich im Vorfeld einige Fragen zur europäischen Energie- und Klimapolitik überlegt, so zum Beispiel auch, ob es nicht sinnvoll wäre, das Thema Nachhaltigkeit europaweit verpflichtend in den Lehrplan aufzunehmen. Eine weitere interessante Frage war, wie sich die EU gegenüber Ländern wie China oder den USA, die bekanntlich noch nicht so viel für den Umweltschutz tun, verhält. Cornelia Hoffmann-Bethscheider erklärte, dass sich Europa selbst als Vorreiter in Sachen Klima- und Umweltschutz sieht. Es gebe zwar Verhandlungen mit anderen Staaten, aber keine internationale Vereinbarung, und die Bemühungen seien mehr oder weniger erfolgreich. „Wir müssen gemeinsam Politik machen und keine nationalen Ziele durchsetzen“, so die Landtagsabgeordnete. Der „Egoismus“ müsse überwunden werden.
Die Schüler hatten einen Fragekatalog zusammengestellt, der Europa mit seinen umweltpolitischen Zielen zu einem zweistündigen Diskussionsgegenstand machte und den Schülern verdeutlichte, dass sie im „Haus“ Europa leben und an dessen Weiterentwicklung aktiv mitbauen.
Zum Abschluss überreichten die Schüler eine eigens verfasste Wunsch – Agenda des IGI 2011, die dazu beitragen soll, nachhaltiges Verhalten in Europa zu fördern, um die Umwelt auch für nachfolgende Generationen zu schonen.
Carmen Biehler, Nicolas Saar, Seminarfach der Klassenstufe 11

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