Ob digital oder in Präsenz – IGIaner präsentieren sich stark in der Debatte

Nachdem „Jugend debattiert“ am IGI endlich wieder zu alten Stärken und in gewohnter Präsenzform zurückgekehrt war, mussten sich die platzierten Schüler_innen auf Regional- und Landesebene erneut mit dem digitalen Format zufrieden geben. Aber auch hier waren sie kaum zu stoppen oder zu toppen:

Anna Hauptenthal (10a) wurde Drittplazierte im Landeswettbewerb der Altersgruppe 2 und verpasste Berlin denkbar knapp, Sarah El-Massri (9abd) ging am Ende der saarländischen „Jugend debattiert“-Saison als Landessiegerin der Altersgruppe 1 hervor und fährt nun vom 16. bis zum 19.6. zur Bundesqualifikation nach Berlin. Aber alles der Reihe nach…

Neben Sarah qualifizierten sich 5 weitere IGIaner für die regionale Ebene: Jonas Ihme (8c), Merle Scheer (8ab) in Sekundarstufe I sowie Fabio Meyer (10ad), Jonas Tyb´l (11) und Anna Haupenthal (10a) in der Sekundarstufe II. Hierbei setzten sich die Schüler_innen mit durchaus anspruchsvollen Fragen, wie „Soll der Verkauf von Spielzeug-Schusswaffen an Kinder verboten werden?“ (SEK I) oder „Sollen Jugendliche einen Etat im Haushalt der Gemeinde erhalten, über den sie selbst entscheiden dürfen?“ (SEK II), auseinander. Unsere Schüler_innen bewiesen gute Sachkenntnisse und konnten auch in ihrer Gesprächsfähigkeit punkten und so reichte es am Ende für Anna und Sarah für die nächst höhere Ebene – die Landesqualifikation: Sarah auf Platz 2, Anna als Regionalsiegerin 2022.
Statt auf dem Halberg wurde aus den heimischen Wohn- und Jugendzimmern debattiert. Die Anforderungen an die Debattant_innen steigern sich von Ebene zu Ebene, was einige Fragestellungen des Landesentscheides zeigen: „Soll Alkohol für Jugendliche unter 18 Jahren verboten werden?“, debattierten die Schüler_innen der Altersgruppe 1 und wogen Aspekte, wie den kontrollierten Einstieg in Konsum und die begleitende Prävention, gegen solche des Jugendschutzes und der Bagatellisierung einer schädlichen Droge ab.
Auch in der Sekundarstufe II war es herausfordernd, denn die Frage, ob Deutschland wieder in die friedliche Nutzung der Kernenergie einsteigen sollte, beantwortet wohl kaum ein Erwachsener spontan. Anna und ihre Mitstreiter_innen erkannten die vielfältigen Aspekte der Debatte und thematisierten neben Autarkie in der Stromversorgung und der Unabhängigkeit von Russland auch Fragen der (höheren) Nachhaltigkeit neuer Atomkrafttechnik.

Am Ende schafften es Sarah und Anna ins Finale ihrer Altersgruppe und aufs Siegertreppchen: Herzlichen Glückwunsch an Sarah zum 1. Platz im Landesfinale der Sekundarstufe 1 und an Anna für Platz 3 in Sekundarstufe 2.

Sarah war gerade auf dem Landessiegerseminar auf Burg Rothenfels, um sich auf Berlin vorzubereiten, und fährt schließlich am 16.6. fürs Saarland (und natürlich IGI) in die Bundeshauptstadt. Viel Erfolg, aber vor allem viel Spaß beim Debattieren und mit den Mitstreiter_innen.

Neben den Debattant_innen waren auch weitere IGIaner im Einsatz: Raphael Ihme (11) jurierte als Vorjahresteilnehmer alle Ebenen des Wettbewerbs, Justin Gesellchen, ehemaliger IGIaner und Alumni im „Jugend debattiert“-Netzwerk, war neben seiner Tätigkeit als Juror auch als Moderator des Landesentscheides aktiv. Mit seiner Frage, „Wie vermittelt man das Debattieren in autokratischen Staaten ohne Meinungsfreiheit und echte Bürgerbeteiligung?“, an Ansgar Kemmann von der Hertie-Stiftung verwies er indirekt auf den Wert der Debatte für moderne Demokratien: Nur wo Debatten stattfinden, nur wo Pluralität der Meinungen toleriert und als Chance gesehen wird, kann Demokratie gelingen. Justin schaffte es damit zudem, zu verdeutlichen, warum „Jugend debattiert“ ein wichtiger Wettbewerb ist – einer, der von den großen Bildungsstiftungen Hertie und Meractor unterstützt wird und vom Bundespräsidenten selbst gehostet wird: Schon als Schüler_innen lernen die Jugendlichen, sich zuzuhören, andere Meinungen zu würdigen und auch zu akzeptieren und stets in der Sache kritisch zu prüfen.
Wir sind froh, dieses Projekt schon über so viele Jahre anbieten zu können und stolz auf unsere Schüler_innen, die hier wiederholt großes Engagement und Talent bewiesen haben.
(SCR)

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