Fahrt ins Schullandheim Spohns Haus Gersheim, Klasse 6b

Vom 20.6. bis zum 22.6.2016 machten sich 25 Schülerinnen und Schüler der Klasse 6b zusammen mit Frau Scherer, ihrer Klassenlehrerin, und Herrn Nitschki, ihrem Schoolworker, auf in den Bliesgau.
Im ökologischen Schullandheim Spohns Haus in Gersheim, mitten im UNESCO-Weltnaturerbe Biosphäre Bliesggruppenbildau, verbrachten die Schüler interessante Tage. Hier ihr persönlicher Rückblick:

Tag 1
Als sich alle am Busbahnhof eingefunden hatten, spürte man schon die Vorfreude auf die anstehenden drei Tage. Alle stiegen mit Lust auf die abenteuerliche und aufgabenfreie Zeit in den Bus. Bei der Ankunft wurden wir gleich dem Betreuerteam vorgestellt: Frau Lerchner, unserer persönlichen Pädagogin, Illja und Natalia, zwei jungen Ukrainern, die dort ein freiwilliges Jahr absolvieren und sehr nett und aufgeschlossen zu uns waren.

Unsere Klasse wanderte in deren Begleitung an den Bach, wo unsere geplante Wasserexpedition stattfand. Mit Gummistiefeln eroberten wir in Gruppen das Wasser: Ziel war es, so viele Wasserbewohner wie möglich im Bach zu finden und aus ihm zu entnehmen. Wir verglichen unsere gesammelten Tiere, bestimmten daran die Wasserqualität und entließen sie danach wieder in die Freiheit.
Zurück in Spohns Haus gab es zuerst einmal eine große Portion Spaghetti. Dann durften wir endlich auf unsere Zimmer, um Betten zu beziehen und alles einzuräumen. Alle waren von den Zimmern begeistert.
Im Nachmittagsprogramm ging es dann um Bienen: Frau Lerchner zeigte uns ihre eigenen Bienenschwärme und das Material, das man zur Bienenhaltung benötigt. Verkleidet als Imker durften wir ganz nah an die Tiere ran. Auch wenn einige Angst hatten, gestochen zu werden, war es trotzdem sehr interessant. Außerdem schmeckte der hauseigene Honig uns allen hervorragend zum Käsekuchen am Nachmittag.
Nach dem Abendessen war dann noch Freizeit auf dem Gelände angesagt, bevor wir uns nach einer Abschlussrunde müde und erschöpft in unsere Betten fallen ließen. Zur Freude von Frau Scherer und Herrn Nitschki waren spätestens um halb zwölf alle eingeschlafen.imker1

Tag 2
In den zweiten Tag starteten wir um 8 Uhr mit dem Frühstück im Speisesaal in der alten Schule. Dort bepackten wir uns außerdem unsere Lunchpakete für den Tag, den wir heute außerhalb verbrachten.
Um ca. 9.45 Uhr machten wir uns auf den Weg nach Reinheim. Dabei wanderten wir über die Bahntrasse entlang der Blies und waren froh, dass bis auf einen kleinen Schauer das Wetter hielt. Nach bloß einer halben Stunde erreichten wir unser Ziel: den europäischen Kulturpark Bliesbrück-Reinheim, wo bereits unsere Geschichtslehrerin, Frau Grande, auf uns wartete.
Nach einer kurzen Essenspause konnte es schon losgehen. Begleitet durch eine Gästeführerin des Parks wurden wir durch das Museum geführt und anschließend in Gruppen auf Römerrallye geschickt. Wir machten uns auf den Weg durch das Gelände, auf dem früher einmal eine römische Villa gestanden hatte, heute aber bloß noch deren Überreste zu sehen sind. Im Anschluss werteten wir die Ergebnisse am Grab der keltischen Fürstin aus und besichtigten auch es noch.
In einer kurzen Pause futterten wir den Rest unserer Lunchpakete, um dann zum Töpfern zu gehen. Wir durften nach Belieben töpfern. Es gab ein Buch, in dem verschiedene Vorschläge und Muster zu sehen waren, z.B. Tiere, Tongefäße oder Anhänger für Ketten mit Sternzeichen oder Mustern. Wie viele Dinge jeder anfertigt, war freigestellt. Während einige sehr lange töpferten, spielten andere schon draußen auf dem Gelände.
Nach dem Töpfern endete unsere Zeit im Kulturpark, wir kauften noch Souvenirs im Museumsshop und machten uns dann auf den Rückweg nach Gersheim. Dort hatten wir an Spohns Haus die Möglichkeit, uns umzuziehen und unsere Trinkflaschen aufzufüllen, bevor wir zum Multifunktionsfeld spazierten, wo es zwei Fußballfelder, einen Beachvolleyballplatz, Basketballkörbe und einen Spielplatz gab und wir uns nach Lust und Laune austoben konnten.
Im Anschluss wanderten wir zurück zum Schullandheim, wo Illja uns schon den Grillplatz hinter der Scheune vorbereitet hatte. Es gab Würste, Gemüse und Grillkäse. Da das Grillen extra etwas früher war, konnten wir um 18.00 Uhr das Fußballspiel Deutschland gegen Nordirland sehen. Viele zogen es aber vor, ihre Freizeit auf dem Gelände oder in den Zimmern zu verbringen.
Nach dem Spiel, das für Deutschland erfolgreich ausging, trafen wir uns zum Abendkreis, um über den Tag zu sprechen: Fast allen hatte am heutigen Tag das Töpfern am besten gefallen. Der Plan mancher Schüler, die letzte Nacht durchzumachen, fiel der Müdigkeit zum Opfer, sodass Frau Scherer und Herr Nitschki wieder ab 24 Uhr zufrieden schlafen konnten.töpfern

Tag 3
Am nächsten und letzten Tag standen wir wie gewohnt auf und trafen uns wieder um 8 Uhr zum Frühstück. Anschließend gingen wir unsere Taschen und Koffer packen und durften die restliche Zeit auf dem Gelände nutzen.
Ein paar Jungen und Mädchen begleiteten Frau Scherer als Inspektoren durch die Zimmer, bei denen es aber nichts zu beanstanden gab.
Zum Abschluss trafen wir uns erneut in unserem Gruppenraum zu einem Abschlusskreis, einer Abschlussrunde, in der es um den gesamten Aufenthalt ging. Frau Scherer hatte hierfür extra Blätter mit Zielscheiben vorbereitet, um zu erfragen, wie es uns gefallen hatte: Zuerst ging es um die Jugendherberge, das Essen, die Zimmer, den Garten und das Personal, dann um die Klassengemeinschaft, die Lehrer und das Programm. Auf allen Zielscheiben ergab sich, dass der Aufenthalt für alle ein Volltreffer war.
Danach holten wir unsere Sachen aus der Scheune und beluden den Bus. Die Klassenfahrt war zu Ende. Bei der Rückkehr am IGI warteten schon unsere Eltern auf uns.

 

 

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